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DaMOst

Presse

12.04.2023

Stadtmuseum lädt ein, Migration in Cottbus sichtbarer zu machen

12.04.2023, Cottbus – Um die Vielfalt der (Lebens-)Geschichten von Cottbuserinnen und Cottbusern geht es in einer Veranstaltungsreihe, die ab dem 15. April im Stadtmuseum Cottbus startet.
Unter dem Titel „Gehört deine Geschichte dazu? – Stadtlabor für migrantische Perspektiven auf Cottbus“ lädt das Stadtmuseum an vier Terminen dazu ein, andere Perspektiven auf die Stadtgeschichte kennen zu lernen und gemeinsam eine Ausstellung zu entwickeln.

Denn Cottbus hat eine facettenreiche Einwanderungsgeschichte: Zu DDR-Zeiten war die Stadt ein Zentrum der Textilindustrie; unter anderem dafür kamen viele ausländische Arbeitskräfte in die Stadt, vor allem aus Polen, aber auch aus Vietnam und Mosambik. Aus Chile kamen politische Geflüchtete nach Cottbus, weshalb es heute eine aktive chilenische Community in der Stadt gibt. Und nicht erst seit 2015 viele Geflüchtete zugewandert sind, leben syrische, afghanische, irakische, russische und ukrainische Menschen in der Stadt.

„Das sollte unser Museum auch abbilden“
Das abzubilden sieht Steffen Krestin, Leiter der Städtischen Sammlungen, als wichtige Aufgabe des Stadtmuseums: „Eine Stadtgesellschaft wie Cottbus lebt davon, dass Leute kommen und gehen. Vor allem in den letzten zehn Jahren haben wir hier in Cottbus sichtbare Migrationsprozesse; das sollte unser Museum auch abbilden.“ Mit dem Stadtlabor möchte er einen Diskurs dafür öffnen, wer bisher in der Cottbuser Stadtgeschichte vorkommt und welche Perspektiven auf Cottbus im Ausstellungskonzept noch fehlen.

Kooperation mit Bürgerforschungsprojekt
Unterstützt wird das Stadtmuseum dabei von dem Bürgerwissenschaftsprojekt „Ostdeutsche Migrationsgesellschaft selbst erzählen - MigOst“,  das die BTU Cottbus seit zwei Jahren gemeinsam mit der TU Dresden und dem Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst e.V.) durchführt.
MigOst-Projektmitarbeiterin Luise Böhm hat Interviews geführt und Erzählcafés begleitet mit Cottbuserinnen und Cottbusern, die selbst eine Migrationsgeschichte haben, denen eine solche zugeschrieben wird oder die als Engagierte, Nachbarinnen und Nachbarn oder Kolleginnen und Kollegen migrationsbezogene Erfahrungen gemacht haben. Sie freut sich über die Kooperation mit dem Stadtmuseum: „Migration ist ein Teil der Stadtgeschichte und prägt Cottbus. Mit dem Stadtlabor wollen wir diesen Teil der Geschichte sichtbarer machen. Dafür ist das Stadtmuseum der ideale Ort“.

Termine und Anmeldung
Das erste Treffen des Stadtlabors findet am 15. April von 13 bis 16 Uhr in den Räumen des Stadtmuseums in der Bahnhofsstraße 22 statt. Weitere Treffen sind für den 6. Mai, den 24. Juni und den 8. Juli geplant. Das Stadtlabor ist offen für alle, die sich für die Vielfalt der Cottbuser Stadtgeschichte interessieren, und die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung per E-Mail an kartaevg[at]b-tu.de wird gebeten.



Über das Projekt „MigOst – Ostdeutsche Migrationsgesellschaft selbst erzählen“
Umgesetzt wird das Projekt von einem interdisziplinären Team dreier Institutionen: der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, dem Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden und dem Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst e.V.).

Förderung
Das Projekt MigOst wird im Rahmen des Förderbereichs Bürgerforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es gehört zu 15 Projekten, die bis Ende 2024 die Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern inhaltlich und methodisch voranbringen und Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen geben sollen.

Ansprechpartnerin für Pressefragen:
Julia Solinski (MigOst-Projektmitarbeiterin, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel: 0176 - 46 78 94 79
Mail: migost[at]damost.de
Mehr Informationen online unter www.damost.de/projekte/migost/

Bildmaterial hier online zum Download >>>

Zugehörige Dokumente:
PM: Stadtmuseum lädt ein, Migration in Cottbus sic… (*.pdf-Datei, 786 KB)


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