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Im Ernstfall: Kämpfen oder verweigern? Eine Debatte zu Kriegsdienst(verweigerung) aus (post-)migrantischer Perspektive | Lesung und Fishbowl-Diskussion mit Stephan Anpalagan und Özge İnan

Programm als PDF

Der Krieg in Europa ist für viele Menschen näher gerückt. Fragen nach Frieden, Sicherheit und gesellschaftlicher Verantwortung werden neu diskutiert und stellen sich für viele Menschen ganz persönlich. Gleichzeitig zeigt sich eine widersprüchliche Entwicklung: Während die Zahl der Kriegsdienstverweigerungen steigt, widerrufen zugleich immer mehr Menschen ihre Entscheidung gegen den Dienst an der Waffe.

‍Was bedeutet diese Entwicklung für eine vielfältige Gesellschaft? Welche Perspektiven bringen Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte in die Debatte ein? Und wie lassen sich Frieden, Sicherheit und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbinden?

‍Diesen Fragen widmet sich die Veranstaltung „Im Ernstfall: Kämpfen oder verweigern? Eine Debatte zu Kriegsdienst(verweigerung) aus (post-)migrantischer Perspektive“ des Dachverbandes der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland – DaMOst e.V.

Das erwartet Sie

Eröffnet wird der Abend mit Grußworten von Eter Hachmann (DaMOst-Vorsitzende) und Undra Dreßler (LAMSA-Geschäftsführerin). Im Mittelpunkt des Abends steht eine Lesung mit dem Autor und evangelischen Tsheologen Stephan Anpalagan aus seinem Buch „Für den Frieden – Widerruf meiner Wehrpflicht“. Darin beschreibt er seine persönliche Auseinandersetzung mit Krieg, Frieden und militärischer Verantwortung. Er fragt, wer sich politischen Pazifismus heute noch leisten kann, und kommt zu dem Schluss, dass Frieden in Deutschland nur gemeinsam von Einheimischen und Einwander*innen gleichermaßen und mit einer starken Bundeswehr gesichert werden könne.

Im Anschluss diskutieren Stephan Anpalagan und die Autorin und Journalistin Özge İnan über unterschiedliche Perspektiven auf Wehrpflicht, Kriegsdienstverweigerung und die Frage nach gesellschaftlicher Verantwortung. Özge İnan setzt sich kritisch mit Forderungen nach einer Wiedereinführung der Wehrpflicht auseinander und thematisiert insbesondere die ungleiche Verteilung gesellschaftlicher Belastungen, die eine militärische Aufrüstung Europas zwischen Generationen und sozialen Gruppen mit sich bringen kann.

Durch den Abend führt Sarah Lutzemann. Die Diskussion findet im Format einer Fishbowl statt. Ein Platz im Kreis der Diskutierenden bleibt frei, sodass sich auch Gäste aus dem Publikum jederzeit beteiligen und ihre Fragen, Erfahrungen und Perspektiven einbringen können. Mit den Grußworten von Eter Hachmann (DaMOst e.V.) und Undra Dreßler (LAMSA e.V.).

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns über diese aktuellen und kontroversen Fragen ins Gespräch zu kommen.

Veranstaltungsinformationen

  • Datum: Mittwoch, 09. September 2026

  • Ort: Halle (genaue Adresse nach Anmeldung)        

  • Einlass: 16:30 Uhr

  • Beginn: 17:00 Uhr

  • Ende: 20:30 Uhr

Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt. Im Anschluss an die Diskussion erwartet Sie ein musikalisches Abendprogramm. Für Getränke und Essen ist gesorgt.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens Donnerstag, den 3. September 2026.

Anmeldung unter: https://eveeno.com/damost

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Die Veranstaltung wird von DaMOst durchgeführt und findet im Rahmen des Projekts „Kooperationsverbund für Vielfalt und Zusammenhalt: Chancengerechtigkeit in der pluralen Gesellschaft“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sowie mit Unterstützung des Evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“ statt.

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Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.

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(Post-)migrantisches Jugendsofa