SEMO+ | Sicheres Engagement in Ostdeutschland für (post-) migrantische Organisationen
Projektlaufzeit: Mai 2026 bis Dezember 2026
Haupt- und Ehrenamtliche von Migrant*innenorganisationen, (post-)migrantischen (Landes-)Verbänden, neuen deutschen Organisationen und weiteren Trägern der Demokratiearbeit in Ostdeutschland engagieren sich zunehmend in einem Umfeld, das von antidemokratischen und rassistischen Bedrohungen geprägt ist. Hier setzt das Projekt an: Es stärkt ihre demokratische Handlungsfähigkeit und Sicherheitsresilienz nachhaltig – mit einem ganzheitlichen Sicherheitsverständnis, das physische, digitale, rechtliche und psychosoziale Dimensionen des demokratischen Engagements umfasst.
Das Projekt steht für:
Stärkung (post-)migrantischen Engagements durch mehr Wissen, Kompetenzen und Selbstbewusstsein im Umgang mit sicherheitsrelevanten Herausforderungen
Empowerment und mehr Sichtbarkeit (post-)migrantischer Organisationen in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen
Handlungsfähigkeit sichern, damit sich Engagierte nicht aus Angst oder Unsicherheit aus dem öffentlichen Raum zurückziehen
Community-basierte Bildungsarbeit, bei der Sicherheit als fester Bestandteil demokratischer Praxis verstanden wird
Vernetzung und gegenseitige Unterstützung zwischen Engagierten, Organisationen und Netzwerken in Ostdeutschland
Gemeinsamer Dialog auf Augenhöhe, bei dem die konkreten Bedarfe und Erfahrungen der Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen Kernstück des Projekts ist das Community-basierte Multiplikator*innenprogramm. Es qualifiziert Teilnehmende zu den Themen physische, digitale und organisatorische Sicherheit, Öffentlichkeitsarbeit und Datenschutz, Awareness- und Schutzkonzepte sowie Rechtssicherheit für zivilgesellschaftliches Engagement. Die Inhalte werden praxisnah gemeinsam mit Expertinnen und Kooperationspartnerinnen erarbeitet und richten sich konsequent nach den jeweiligen Organisations- und Engagementkontexten der Teilnehmenden. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.
Die qualifizierten Multiplikatorinnen entwickeln anschließend eigene Praxisbausteine, die sie in ihren Organisationen und Communities umsetzen – begleitet vom Projektteam sowie weiteren Referentinnen und Netzwerkpartner*innen. So wird das erworbene Wissen langfristig weitergetragen und in migrantischen und zivilgesellschaftlichen Strukturen verankert.
Das Projekt baut auf der 2024 erstellten Handreichung „Your SafetyKit“ und den analysierten Bedarfen von Migrant*innenorganisationen sowie den Landesnetzwerken in Ostdeutschland im Rahmen des Projektes „MOsaik“ und “SEMO” auf. Die Handreichung findet sich unter dem Link zum Download.
Ansprechperson:
Lorena D. Millan
Landsberger Straße 1
06112 Halle (Saale)
E-Mail: lorena.millan[at]damost.de