Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

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Halle (Saale), 06. September 2026-Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist entschieden, die Wahllokale haben geschlossen, die Stimmen werden ausgezählt. Das folgende Ergebnis markiert einen wichtigen Moment für die politische und gesellschaftliche Entwicklung des Landes. Es wird die politischen Konflikte und Zukunftssorgen im Land widerspiegeln.
DaMOst e.V., der Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland, sieht darin einen klaren Auftrag an Politik und Zivilgesellschaft. Die Anliegen und Lebensrealitäten von Menschen mit Migrationsgeschichte müssen stärker berücksichtigt und ihre Möglichkeiten zur politischen Mitgestaltung nachhaltig verbessert werden.

„Wir müssen das Wahlergebnis ernst nehmen und genau hinschauen, was die Menschen bewegt. Viele erleben Unsicherheit und haben das Gefühl, mit ihren Anliegen nicht ausreichend gehört zu werden. Darauf braucht es konkrete politische Antworten. Gleichzeitig darf die Lösung nicht darin bestehen, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen oder Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Einwanderungsgeschichte zu stigmatisieren“, erklärt Fouad Abdallah, Vorstand von DaMOst e.V.

Menschen mit Migrationsgeschichte sind längst ein selbstverständlicher Teil Sachsen-Anhalts. Sie leben und arbeiten in den Städten und Gemeinden des Landes, engagieren sich in Vereinen und Initiativen, gründen Unternehmen und übernehmen Verantwortung in den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Ihre Erfahrungen und Perspektiven gehören deshalb selbstverständlich in die politische Debatte über die Zukunft des Landes.

Sachsen-Anhalt ist ein vielfältiges Land. Diese Realität sollte sich auch in politischen Strukturen und Entscheidungsprozessen widerspiegeln. Menschen mit Einwanderungsgeschichte dürfen nicht nur Gegenstand politischer Debatten sein. Sie müssen als gleichberechtigte Menschen und politische Akteur*innen die Möglichkeit haben, ihre Gesellschaft aktiv mitzugestalten“, betont Eter Hachmann, Vorstandsvorsitzende von DaMOst e.V.

Mit Blick auf den zurückliegenden Wahlkampf appelliert DaMOst e.V. an alle politischen Akteur*innen, migrationspolitische Fragen verantwortungsvoll und differenziert zu behandeln. Migration ist keine Ausnahme und kein Kulturkampf. Sie ist gesellschaftliche Realität.

Die zentralen Zukunftsfragen Sachsen-Anhalts betreffen alle Menschen: soziale Sicherheit, bezahlbarer Wohnraum, gute Bildung, eine funktionierende öffentliche Infrastruktur und faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Diese Herausforderungen erfordern politische Lösungen, die verbinden und nicht spalten.

DaMOst fordert die demokratisch gewählten Vertreter*innen des neuen Landtags deshalb auf, die kommende Legislaturperiode für eine Stärkung demokratischer Teilhabe und des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu nutzen. Dazu gehören eine angemessene politische Repräsentation von Menschen mit Migrationsgeschichte, verlässliche und institutionell abgesicherte Förderstrukturen für Migrant*innen-organisationen und die Zivilgesellschaft sowie ein konsequenter Schutz vor Rassismus und Diskriminierung. Ebenso braucht es gleiche Chancen in Bildung, Ausbildung und Arbeit, eine kommunale Integrationspolitik, die Beteiligung ermöglicht, und eine klare Haltung gegenüber Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

DaMOst e.V. wird auch in der neuen Legislaturperiode den Dialog mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft fortsetzen und sich dafür einsetzen, dass migrantische Perspektiven in politische Entscheidungsprozesse einfließen.

Eine vielfältige Gesellschaft braucht eine starke Demokratie und eine starke Demokratie braucht die Beteiligung aller.

Kontakt für Nachfragen:

Vorstand Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland – DaMOst e.V.

Landsberger Straße 1
06112 Halle (Saale)
E-Mail: vorstand@damost.de
Telefonnummer: +49 (0) 345 68 68 64 28

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