zum Inhalt
de  |  en  |  ru  |  ar  |  vn  |  fa  | 
     
DaMOst

Qualifizierungsreihe: „Weiterbildung für Antirassismus-Multiplikator*innen 2021-22“

Illustration Empowermentgruppe

EmpARDIO hat während der Projektlaufzeit 2021 - 2022 eine Weiterbildung für (angehende) Multiplikator*innen mit Schwerpunkt Antirassismus konzipiert und durchgeführt. Die Qualifizierungsreihe bestand aus sechs zweitägigen Wochenend-Modulen, sowie selbstständigen Lerneinheiten zwischen den Modulen. Die Qualifizierung hatte zum Ziel, den Teilnehmenden solides Basiswissen zu verschiedenen Diskriminierungsformen sowie eine vertiefende Auseinandersetzung mit Rassismus zu vermitteln.

Inhaltliche Schwerpunkte waren unter anderem die Gestaltung von Veränderungsprozessen in Organisationen, Verständnis von Rassismus, Diskriminierung und Intersektionalität, psychologische Auswirkungen von Rassismus auf Betroffene, Gesetzeslage zu Diskriminierung und Rassismus in Deutschland.

Die Themen der sechs Module:
1. Rassismus/Diskriminierung erkennen & benennen
2. Grundlagen antirassistischer (Bildungs-) arbeit
3. Rassistische Diskriminierung & Psyche
4. Konzeption & Gestaltung von Bildungsangeboten
5. Juristische Aspekte
6. Abschlussmodul (u.a. Argumentationstraining, Flipchartgestaltung, Methode Expansives Lernen, Reflexion)

An der Weiterbildung haben Migrant*innen, BIPoC & Menschen mit (familiärer) Migrationsbiografie teilgenommen, die in Ostdeutschland leben und in ihrem Alltag Rassismuserfahrungen machen.

Geleitet wurden die Module von der Hauptreferentin Ely Almeida. Jedes Modul wurde von eine*r
Zweitreferent*in begleitet. Die Referent*innen Adama Ouattara,  Trang Nguyen, Larissa Nägler und Lino Agbalaka haben die einzelnen Module mit ihrer Expertise zum jeweiligen Schwerpunkt professionell bereichert.


Empowerment-Workshops

2022

Online-Empowerment-Workshop für BIPoC, die mit mit weißen Bezugspersonen in der DDR/ Ostdeutschland aufgewachsen sind

Der letzte Empowerment-Workshop im Onlineformat für diese Projektphase richtete sich speziell an Menschen mit Rassismuserfahrungen, die vorwiegend mit weißen Bezugspersonen  und in der DDR bzw. in Ostdeutschland aufgewachsen sind. Ein Merkmal der geteilten Erfahrungen dieser Zielgruppe zeichnet sich durch die fehlende Repräsentation bzw. Abwesenheit von anderen BIPoC in "familiärem" Kontext, aber auch im erweiterten Kontext aus. Oftmals gehen rassistische Erfahrungen innerhalb der "Familie" und mit anderen Bezugspersonen im Aufwachsen damit einher, was auch den Umgang mit Rassismus in späteren Lebensphasen beeinflusst.

Dieses Empowerment-Workshop Format fand mit dieser Zielgruppe wahrscheinlich zum ersten Mal statt. Dementsprechend hoch war das Interesse der Teilnehmenden. Trotz des Online-Formats wurde eine vertrauensvolle Atmosphäre geschaffen, in der die Teilnehmenden sich über ihre Erfahrungen austauschten, Handlungsmöglichkeiten besprachen und sich vor allem nicht alleine fühlten. Die Teilnehmenden bewerteten den kleinsten gemeinsamen Nenner der Gruppe bzw. den Fokus auf die Ostsozialisierung sowie die weißen Bezugspersonen als sehr wertvoll und verbindend.

Einen großen Dank für die Konzipierung und Durchführung des Workshops geht an die beiden Referent*innen Maria Leal Gonzalez und Janine Fuente Rygalski, aber auch an die Teilnehmenden für ihr Vertrauen und ihre Offenheit.

Präsenz-Empowerment-Workshop für afghanische Frauen, die anti-muslimischen Rassismus erfahren

Nach einer pandemiebedingten Pause fand am Wochenende vom 23.-24.04.22 der erste Empowerment Workshop in Präsenz in Magdeburg statt. Die Zielgruppe war erneut eine Gruppe afghanischer Frauen, die von anti-muslimischen Rassismus betroffen sind, da der Bedarf der afghanischen Community sich auszutauschen besonders hoch aufgrund der aktuellen politischen Situation in Afghanistan ist. Die beiden Referentinnen Sahar und Mina, die schon zwei erfolgreiche Workshops mit EmpARDIO durchgeführt hatte, haben den Raum über die zwei Workshoptage während des Ramadans gehalten.

Trotz der Fastenzeit kam eine Gruppe von 14 erwachsenen Frauen zusammen. Einige kamen mit ihren Kindern, denn es wurde auch eine Kinderbetreuung aus der Community angeboten. Die inhaltlichen Schwerpunkte waren Rassismen und internalisierter Rassismus, transgenerationale Traumata, Resilienz- und Ressourcenmanagement sowie Körperarbeit. Die Teilnehmenden konnten sich über ihre Rassismuserfahrungen in Deutschland sowie über die aktuelle Situation in Afghanistan austauschen, was für sie sehr emotional und auch erleichternd war. Das Ganze wurde von zwei Übersetzer*innen zwischen Farsi und Deutsch übersetzt.
Wir bedanken uns bei allen Unterstützerinnen und Beteiligten für die Empowerment Arbeit, bei den Referentinnen, den Übersetzer*innen, bei der Kinderbetreuung sowie natürlich allen Teilnehmenden!

Präsenz-Empowerment-Workshop für Eltern und Bezugspersonen mit Rassismuserfahrungen

Am Wochenende vom 7. bis zum 8. Mai 2022 fand ein weiterer Präsenz-Workshop in den schönen Seminarräumen der Villa Breiting statt. Dieses Mal war der Workshop explizit nur für Eltern/ oder Bezugspersonen, die Rassismus erfahren, konzipiert. Die beiden Trainer*innen Trang und Amine, die selber Eltern und von Rassismus betroffen sind, haben den Workshop konzipiert und geleitet.

Es wurde ein geschützterer Raum geschaffen, in dem sich die Eltern und Bezugspersonen über die Herausforderungen austauschen konnten, denen sie sich als rassismusbetroffene Menschen mit Kindern tagtäglich stellen. Es wurde intensiv auf Fragen eingegangen wie „Wie kann ich über meine eigenen Rassismuserfahrungen und die meiner Kinder reflektieren?“ oder „Was brauchen meine Kinder um sich zu empowern? Was brauche ich um mich zu empowern? Wie hängt mein eigener Prozess mit dem meiner Kinder zusammen?“.

Parallel zum Workshop für Eltern und Bezugspersonen wurde ein Empowerment Raum für die Kinder angeboten. So konnten die Eltern ihre Kinder mitbringen und die Kinder somit auch die Erfahrung machen, sich als BIPoC in der Mehrheit zu sehen und dadurch empowert zu werden. Eine Awareness-Person konnte erstmalig bei unseren Empowerment Workshops dabei sein, um dafür zu sorgen, dass sich alle wohlfühlen, achtsam miteinander umgehen und im Falle von Verletzungen oder Diskriminierungen zu unterstützen.
Wir danken allen Beteiligten, den Referent:innen, den Eltern, den Kindern, der Awareness-Person sowie allen Teilnehmenden für diesen besonderen Empowerment Workshop!

Online-Empowerment-Workshop für tin*Menschen mit Rassismuserfahrungen, die in Ostdeutschland leben (tin*= trans* inter* nicht-binär*)

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand am 26. & 27. Februar der zweite Em-powerment-Workshop von der Projekt EmpARDIO in diesem Jahr statt. Trans* inter* und nicht-binäre* Menschen mit Rassismuserfahrungen waren die Zielgruppe dieses Workshops.
Im Workshop konnten die Teilnehmer*innen über verschiedene Rassismuserfahrungen sowie der Frage der Resilienz verschiedener Communities austauschen. Selbstfürsorge und Empowerment im Kontext Rassismus & Gender war ein weiterer Schwerpunkt des Workshops. Die Menschen hatten im Workshop den Raum über ihre eigene Geschlechtsbiografie zu reflektieren und darin ihre Fähigkeiten und Stärken zu entdecken. Außerdem haben sie sich mit der spirituellen und Körperarbeit beschäftigt.
Die Offenheit für die Bedürfnisse, flexible Gestaltung des Workshops und viel Zeit für Austausch untereinander in einem geschützten Raum fanden die Teilnehmer*innen sehr wertvoll. Aufgrund der Vertraulichkeit in der Gruppe konnten sie die Sprache zum Sprechen finden, wie sie diese in anderen Räumen im Alltag nicht finden. Die Teilnehmer*innen äußerten große Wertschätzung dafür, dass dieser Raum für diese Zielgruppe geschaffen wurde und die Referent*innen selbst aus der Community sind. Sie gingen mit Verbundheit, Liebe und Erleichterung aus dem Workshop raus. Sie wünschen sich mehr solche Angebote.
DaMOst e.V. und das EmpARDIO Team bedanken sich bei den Trainer*innen Manwinder Dhanjal und Phuong Ha Nguyen sowie bei den Teilnehmenden für Mitgestaltung dieses Workshops.

 

Online-Empowerment-Workshop für Menschen, die in Deutschland Rassismuserfahrungen machen und in Ostdeutschland leben (BIPoC – Schwarze, Indigene &  People of Color)

In Rahmen des Projektes EmpARDIO wurde ein Empowerment Workshop am 26. & 27.02. organisiert. Menschen, die in Deutschland Rassismuserfahrungen machen und in Ostdeutschland leben (BIPoC – Schwarze, Indigene &  People of Color) haben an diesem Workshop teilgenommen.
Es wurde sich im Workshop unter anderem damit auseinandergesetzt, wie das Konstrukt Rassismus in der deutschen Gesellschaft eine reale Wirkmächtigkeit bekommt. Die Teilnehmer*innen haben sich dann mit dem Begriff Empowerment beschäftigt und konnten lernen, wie die verschiedenen Schritte dazu sind. Die Teilnehmer*innen haben sich mit Anderen über persönliche Rassismuserfahrungen und Umgangstrategien bei rassistischen Übergriffen ausgetauscht. Dabei haben sie das Gefühl entwickelt, dass Rassismus nicht ihr persönliches Problem ist, sondern ein strukturelles Problem der Gesellschaft und sie damit nicht alleine sind. Die Teilnehmer*innen waren sehr dankbar über diesen Workshop und wollten die Gruppe gerne in irgendeiner Form wiedersehen.
Vielen Lieben Dank von DaMOst und das EmpARDIO Team an allen, die dieser stärkender Workshop ermöglicht haben!


2021

Online-Empowerment-Workshop für in Ostdeutschland lebende FLINTA* (Frauen, Lesben, Inter*, nichtbinäre, Trans* und Agender Personen), die Rassismuserfahrungen machen

Am 11. und 12. Dezember gab es ein weiteres online Empowerment-Angebot von EmpARDIO. Der Workshop richtete sich ausschließlich an in Ostdeutschland lebende FLINTA* (Frauen, Lesben, Inter*, nichtbinäre, Trans* und Agender Personen), die in Deutschland Rassismuserfahrungen machen.
Die Referentinnen Fanus Ghorjani und Sheba Wiafe haben den Workshop mit abwechslungsreichen Methoden, die flexibel an die Bedarfe der Teilnehmenden angepasst wurden, durchgeführt. Die Teilnehmer*innen haben sich im Workshop mit den Begriffen Rassismus und Mikroaggression auseinandergesetzt. Es wurde unter anderem mit Biographien von einigen Wiederstandskämpfer*innen gearbeitet, die auf die Teilnehmer*innen sehr kraftvoll und stärkend gewirkt haben. Die vertrauensvolle Atmosphäre und der Austausch mit Anderen wurde von den Teilnehmer*innen als besonders empowernd empfunden.
Wir von DaMOst und das EmpARDIO Team danken Euch bei allen Mitbeteiligten für Euer Engagement!

 

Online Empowerment Workshop für Menschen, die anti-asiatischen Rassismus erfahren

Am Wochenende vom 11. zum 12. Dezember 2021 fand der Empowerment Workshop für Menschen, die von anti-asiatischen Rassismus betroffen sind, statt. Trotz des Online-Formats haben sich 15 Teilnehmende unterschiedlichen Alters und Wohnortes in Ostdeutschland zusammengefunden, um über ihre persönlichen Erfahrungen über Asiatisch-Sein im Kontext von Rassismus und Empowerment zu sprechen. Die Methoden des Workshops waren sehr vielfältig von Körperübungen bis hin zum theoretischen Austausch in Kleingruppen. Die kreativen Aufgaben der Referent*innen haben dazu eingeladen, dass die Teilnehmenden sich im Online Raum wohlfühlen können. Es wurde ein vertrauensvoller Raum geschaffen, indem sich über Empowerment Strategien ausgetauscht werden konnte. Die Sammlung der Themen durch die Teilnehmenden hat viele verschiedene Aspekte zu anti-asiatischen Rassismus hervorgebracht und neue Denkanstöße gegeben, wodurch viele der Teilnehmenden den Wunsch hatten, sich weiterhin zu vernetzen.
Wir von EmpARDIO sind sehr dankbar über den inspirierenden Empowerment Workshop. Danke an die Referent*innen Trang Nguyen und Manwinder Dhanjal sowie an die Teilnehmenden und deren Vertrauen.

 

Online-Empowerment-Workshop für in Ostdeutschland lebende Menschen, die männlich positioniert und Rassismuserfahrungen machen

Der zweite Online-Workshop von EmpARDIO in diesem Jahr fand am 20. und 21. November statt. In Ostdeutschland lebende Menschen, die männlich positioniert sind und Rassismuserfahrungen machen, haben an diesem Workshop teilgenommen.
Anhand der Biographiearbeit haben sich die Teilnehmenden im Workshop mit ihrer Identität beschäftigt. Sie haben sich mit den Themen Wurzeln, Zugehörigkeit und die Bedeutung von Community auseinander gesetzt. Die Teilnehmenden konnten sich über Rassismuserfahrungen, ihre Lösungsstrategien und Wohlfühlressourcen austauschen. Desweiteren sprachen sie über die Körpersprache bei der Rassismuserfahrung und über die Frage: „Wie können wir uns mit unserer Körpersprache Räume einnehmen?“
Großes Danke von DaMOst und von dem EmpARDIO Team an die Referenten Adama Ouattara und Mahadi Ahmed sowie an die Teilnehmenden.

 

Empowerment-Workshop am 08. & 09. Oktober 2021 für Menschen, die von Anti-Schwarzem Rassismus betroffen sind

Am 08. und 09. Oktober 2021 kamen in Naumburg Menschen aus Thüringen, die von Anti-Schwarzem Rassismus betroffen sind, zu einem Empowerment-Workshop zusammen.
Während des Workshops wurden verschiedene Begriffe erläutert und erklärt. Anhand vielfältiger Methoden gingen die Teilnehmenden u.a. folgenden Fragen nach: Was macht Rassismus mit mir? Auf welchen Ebenen machen wir Rassismuserfahrungen? Was brauche ich, was braucht meine Community? Welche Strategien habe ich? Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung? Wie kann ich mich stärken? Wen und was brauche ich dafür?

Die Teilnehmenden tauschten sich über Ihre Erfahrungen als Schwarze Menschen in einer weißen Dominanzgesellschaft aus. Anhand von Fallbeispielen wurden gemeinsam Strategien für den Umgang mit Rassismus- & Diskriminierungserfahrungen ausgetauscht, reflektiert und erarbeitet.

Wir danken den beiden Referent*innen Eden Kirchner & Ifeyemi Erdmann, welche die Teilnehmenden mit Ihrer Expertise und ihrem Einfühlungsvermögen in ihrem Prozess begleitet haben und den Teilnehmenden für das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam konnte so ein stärkender und vertrauensvoller Raum geschaffen werden.

Der Workshop fand in Kooperation mit Migranetz Thüringen statt.

Empowerment-Workshop für muslimische Frauen* & Frauen*, die von anti-muslimischen Rassismus betroffen sind

Am 4. und 5. September 2021 fand ein Empowerment-Workshop (präsenz) für muslimische Frauen* & Frauen*, die von anti-muslimischen Rassismus betroffen sind, in Halle statt.
Die Referent*innen Hila Latifi & Mina Khan haben den Workshop begleitet und mit verschiedensten Methoden in Kleingruppen, Einzelarbeit und Plenum einen stärkenden Austausch- und Reflexionsraum  gemeinsam mit der Gruppe geschaffen. Ein empowernder und wichtiger Aspekt war, dass die Referent*innen aufgrund ihrer eigenen Biografien mit sehr hohem Einfühlungsvermögen auf die Bedürfnisse der Zielgruppe u.a. aufgrund der politischen Situation in Afghanistan eingehen konnten. Alle Teilnehmenden waren selbst aus Afghanistan.
 

Zitat einer Teilnehmenden: „Wir haben seit Wochen nicht mehr gelacht. In diesem Workshop hatten wir sehr fröhliche Momente, das tat sehr gut und brauchten wir.“

Der Empowerment Workshop entstand in Kooperation dem Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA e.V.)

 

Empowerment-Workshop in Sachsen für Menschen, die von anti-asiatischen Rassismus betroffen sind

Der zweite Empowerment Workshop in Form einer Präsenzveranstaltung fand vom 3. bis zum 5. September 2021 im schönen Bahretal der sächsischen Schweiz statt. In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Chinesischen Zentrum e. V. organisierte das EmPARDIO Team drei Workshop-Tage für Menschen, die von anti-asiatischen Rassismus betroffen sind.

Gerade zu Zeiten der Corona Pandemie ist der Bedarf für asiatisch gelesene Menschen, sich über ihre Rassismuserfahrungen auszutauschen und zu bestärken, stark angestiegen. Anfeindungen wie „China Virus“ oder „die Gelbe Gefahr“ sowie sich mehrende Berichterstattungen von Gewaltangriffen gegenüber asiatisch gelesenen Menschen zeigen, dass anti-asiatischer Rassismus ernst genommen werden soll.

Die beiden Referent*innen Lina Tran und Tini Santo haben durch verschiedene Methoden das Thema Rassismus und Diskriminierung beleuchtet. Durch Körperübungen sowie interaktive Gruppenarbeiten gelang es der gemischten Gruppe von Erwachsenen sich mehr und mehr darüber zu reflektieren und im regen Austausch unter einander zu sein.

Am letzten Workshop-Tag wurden konkrete Handlungsstrategien ausgearbeitet, die den Teilnehmenden in Zukunft helfen sollen, sich und ihr enges Umfeld zu empowern.
Wir sind dankbar für die tolle Zusammenarbeit mit den Referent*innen und die schöne Gruppendynamik, die dadurch entstanden ist.

 

Empowerment-Workshop in Mecklenburg-Vorpommern für Jugendliche, die von Rassismus betroffen sind

Am 21. und 22. August 2021 fand der zweite Empowerment Workshop des Projektes EmpARDIO in diesem Jahr statt. Dies war die erste Präsenzveranstaltung das Jahres 2021 und sie wurde unter strengen Hygiene-Maßnahmen durchgeführt.

Der Empowerment Workshop entstand in Kooperation mit MIGRANET-MV, dem Netzwerk der Migrant*innenselbstorganisationen in Mecklenburg-Vorpommern sowie mit FABRO e.V., dem Förderverein des Migrant*innenrates der Hansestadt Rostock. Der Workshop richtete sich an Jugendliche im Alter von 18 bis 30 Jahren, die von Rassismus betroffen sind.

Für den Empowerment Workshop konnte das EmpARDIO Team die Referent*innen Thủy-Tiên Nguyễn (@storiesbythuy) und Gladys Schich (@g__lady__s) gewinnen und bedankt sich herzlichst für das stärkende, verbindende und erkenntnisreiche Wochenende.

Thủy-Tiên Nguyễn (they/sie) ist eine queere Viet-Deutsche Person und arbeitet als Aktivist*in, politische*r Bildner*in, freischaffende*r Tanztheaterpädagog*in, Choreograf*in und Community Organiser. They hält Vorträge zu anti-asiatischem Rassismus, leitet (Tanz-) Theaterworkshops zu Antirassismus und Empowerment und macht als Teil des Beratungskollektivs DisCheck diskriminierungssensible und intersektionale Beratungen für Medieninhalte. Außerdem engagiert they sich ehrenamtlich bei der (post-) migrantischen Selbstorganisation korientation e.V., u.a. beim Podcast-Projekt.

ILLUSTRATION: Thủy-Tiên Nguyễn


Gladys Schich (sie/ihr), geboren auf den Philippinen und in Hamburg aufgewachsen, arbeitet an einer demokratischen Grundschule als Ergotherapeutin und Sozialarbeiterin mit Schwerpunkt Anti-Diskriminierungsarbeit und körperbezogenes Empowerment. Sie ist zudem Trainerin für politische Bildung und engagiert sich bei Tiger.Riots, einem Hamburger Kunstkollektiv, welches sich in seinen Arbeiten mit anti-asiatischem Rassismus auseinandersetzt. Als Sängerin und Rapperin beschäftigt sie sich in ihren Rap- und Songtexten u.a. mit Fragen zu (post-) migrantischer Identität, Feminismus und Aktivismus.

FOTO: Gladys Schich, fotografiert von Stefanie Link

 

Online Empowerment Workshop für Frauen in und aus Thüringen, die von anti-muslimischen Rassismus betroffen sind

Am 5. und 6. Juni 2021 fand in Kooperation mit MigraNetz Thüringen ein Online Empowerment Workshop statt. Der Workshop richtete sich an Frauen in und aus Thüringen, die von anti-muslimischen Rassismus betroffen sind.

Im Rahmen des Empowerment Workshops wurden Formen von anti-muslimischen Rassismus und von verschiedenen Diskriminierungen definiert. Die Teilnehmerinnen reflektierten eigene Erfahrung. Außerdem wurde das Thema Intersektionalität weiter erkundet: U.a. wurde von den Teilnehmenden erarbeitet, worin die Verbindung zwischen Rassismus und Sexismus besteht. Mit Gruppenarbeiten und Selbstreflekionen wurden am zweiten Tag Strategien zur Selbststärkung und Methoden im Umgang mit Rassismus und Diskriminierung entwickelt.

DaMOst und das EmpARDIO Plus-Team bedanken sich bei den Teilnehmerinnen sowie den Referentinnen Hila Anahita Latifi und Mina Khan für ihr Engagement.

(Foto: pexels-cottonbro-7805055)

2020

Empowerment Workshop in Brandenburg am 30. und 31.10.20

Der zweite EmpARDIO-Workshop in Brandenburg fand am 30. und 31. Oktober 2020 statt. In enger Kooperation mit dem Altariq e.V. in Fürstenwalde wurde der zweitägige Empowerment-Workshop organisiert und in Storkow (Mark) durchgeführt.

Rassismus im Alltag wird von den Betroffenen nicht selten gar nicht mehr wahrgenommen. Umso spürbarer ist es für die Teilnehmenden wenn Vorurteile, Diskriminierungen und Ausgrenzungen erkannt werden. So passiert es, dass schnell der Wunsch aufkommt, den Empowerment-Workshop zu verlängern. Die Teilnehmer*innen des Workshops waren zwischen 18 und 55 Jahre alt. Mit Gruppenarbeiten, Selbstreflexionen und szenischem Spiel wurden am zweiten Tag Strategien zur Selbststärkung und Methoden im Umgang mit Diskriminierung entwickelt. DaMOst bedankt sich bei den Teilnehmenden für das Engagement.

 

Empowerment Workshop in Thüringen am 26. und 27.09.20

Am 26. und 27. September 2020 fand der erste EmpARDIO-Workshop in Thüringen statt. In enger Kooperation mit dem Thüringer Landesnetzwerk MigraNetz wurde der zweitägige Empowerment- Workshop organisiert und durchgeführt.

„Wenn ich mich auf eine Wohnung bewerbe und mir gesagt wird, wir vermieten nicht an Ausländer, dann ist das Rassismus.“

Solche und ähnliche Erfahrungen kamen zur Sprache, als sich die Teilnehmenden über eigene Rassismuserfahrungen austauschten. Es sind Alltagssituationen, die die Betroffenen wie kleine Stiche verletzen. „Als muslimische Frau habe ich viel Diskriminierung erlebt. Man schaut mir nicht ins Gesicht oder hört, was ich zu sagen habe. Man schaut auf mein Kopftuch.“

Der Empowerment-Workshop wurde von drei Referentinnen gestaltet. Angefangen bei den Wurzeln und Formen des Rassismus, über theaterpädagogische Übungen und Handlungsstrategien im Umgang mit Diskriminierungserfahren.  „Ich musste in meinem Land Rassismus erfahren, jetzt lebe ich in Deutschland, dem Land mit den Grundrechten, aber Rassismus stoppt nicht an den Landesgrenzen. Rassismus ist überall.“

Empowerment Workshop in Mecklenburg-Vorpommern von 01. bis 03.07.20

Als wichtiger Bestandteil des DaMOst-Projektes „EmpARDIO“ fanden vom 01.- 03. Juli 2020 in enger Kooperation mit dem Netzwerk der Migrantenselbstorganisationen in Mecklenburg-Vorpommern (MigraNet-MV) zwei parallel laufende Empowerment-Workshops in Ribnitz-Damgarten statt.
Die Teilnehmenden erarbeiteten sich selbst Wissen über die Erscheinungsformen von Vorurteilen, Diskriminierungen und Rassismus, um zu erkennen, wie vorurteilsbehaftet die Wahrnehmung eines jeden Menschen ist und wie im Alltag darauf reagiert werden kann. Darüber hinaus wurden theoretische Grundlagen zu den Themen Demokratie und Menschenrechte gelegt, um die Jugendlichen in ihren Rechten zu stärken und sie zu ermutigen, ihren Platz in einer vielfältigen Gesellschaft einzunehmen.
Wir bedanken uns für die tolle Gruppe und deren besonderes Engagement.

 

Empowerment Workshop in Mecklenburg-Vorpommern am 07. und 08.03.20

Vom 7. bis 8. März 2020 fand in enger Kooperation mit dem Netzwerk der Migrantenselbstorganisationen in Mecklenburg-Vorpommern (MigraNet-MV) ein Empowerment- Workshop  in Neustrelitz statt.

Dabei beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Themen Rassismus, Diskriminierung, Kolonialismus und darin verankerte Glaubens-und Verhaltensannahmen der Weißen Mehrheitsbevölkerung (white privileges), um im nächsten Schritt die eigenen Denkmuster der Teilnehmenden diesbezüglich aufzuzeigen, d.h. wie sehr eventuell diese „Wahrheiten“ bereits verinnerlicht wurden. Die Zielsetzung lag bei den Migrant*innen besonders auf der Sensibilisierung innerer Ressourcen, Zusammenhalt, Verbündete suchen und ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen.

Durch verschiedene praktische gruppendynamische Übungen wurde den Teilnehmenden diese innere Haltung, die ihnen selbst oft gar nicht bewusst war, bewusst und konnte dadurch reflektiert werden.

Herzlichen Dank für den regen Austausch!

Empowerment Workshop in Sachsen am 28. und 29.02.20

Im Rahmen des DaMOst-Projektes „EmpARDIO“ fand vom 28. - 29. Februar 2020 in enger Kooperation mit dem Dachverband Sächsischer Migrantenorganisationen e.V. und dem  Verein (Das Zusammenleben e.V.) der Empowerment- Workshop in Hohenstein statt.

Dabei beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Thema: „Diskriminierung/ Rassismus im Alltag erkennen und bekämpfen?!“

Mit spielerischen Übungen wie dem „Eisberg-Modell“, wurde die Selbstreflektion der Teilnehmenden angeregt. Unterschiedliche Methoden und Instrumente wurden den Teilnehmenden vorgestellt, mit denen sie rassistische Tendenzen im alltäglichen Umfeld erkennen, wie sie selbst agieren, reagieren und sich effektiv dagegen wehren. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden aus der kognitiven und emotionalen Sicht mit den Folgen der Fremdenfeindlichkeit auf politischer und sozialer Ebene.