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DaMOst

Neuigkeiten

25.07.2022

Austauschtreffen bringen Ukraine-Helfer*innen zusammen

Seit Beginn des Ukraine-Krieges unterstützt DaMOst mit Austausch- und Netzwerktreffen Vereine, die geflüchteten Menschen aus der Ukraine helfen. Die Treffen zeigen: migrantische Vereine leisten sehr viel, brauchen aber dringend mehr Unterstützung durch die Politik.

Ukrainer*innen bei Behördengängen begleiten, beim Ausfüllen von Anträgen helfen, bei Zulassungstests für Universitäten oder bei der Navigation durch die Hochschul-Bürokratie: das sind nur einige der zahlreichen wichtigen Aufgaben, die Mitglieder migrantischer Vereine in Ostdeutschland derzeit leisten.

Auch bei der Wohnungssuche und der Kinderbetreuung werden die Vereine aktiv, sowie bei der psychologischen Unterstützung von Menschen aus der Ukraine. Für Letzteres wurden z.B. Selbsthilfegruppen gegründet, aber auch Unterstützung mit Kommunen und Ländern verhandelt, wodurch psychologische, medizinische und juristische Koordinator*innen beschäftigt werden konnten. Andere Vereine konzentrieren sich währenddessen auf die Versorgung mit Essen. Hier wurden ganze Food Drives und „Küchen für Alle“ organisiert, die jeden Monat tausende Menschen aus der Ukraine mit vollwertigen, täglichen Mahlzeiten versorgen.

Austauschtreffen von DaMOst

Um Wissen zu teilen und gegenüber der Politik geschlossen auftreten zu können, braucht es Austausch und Vernetzung zwischen den Aktiven. DaMOst hat seit Beginn des Ukraine-Krieges drei entsprechende Treffen organisiert, das dritte am 30. Juni 2022 in Präsenz in Halle.
Dort stellten elf Vereine über den Tag hinweg und moderiert von Nursemin Sönmez ihre Arbeit vor; vor allem, was dabei besonders gut funktioniert und wo es noch Herausforderungen gibt.

Probleme

Gut funktioniert für die Vereine der Zugang zu den Geflüchteten. Als Herausforderung nannten viele Organisationen Mangel an Räumlichkeiten für ihre Arbeit und an Finanzierung. Zudem wird das Ehrenamt aus Sicht der Vereine noch nicht genügend von der Politik unterstützt. Darüber hinaus kritisierten die Engagierten hohe bürokratische Hürden für Menschen aus der Ukraine, und das städtische Institutionen im Moment stark überlastet seien. Hier muss die Politik dringend nachbessern, damit die wichtige Hilfe und Unterstützung für Geflüchtete weiter gehen kann.

Dementsprechend lädt DaMOst zum nächsten Austauschtreffen am 14. September (online) auch Vertreter*innen der Stadtverwaltung der Städte Weimar, Halle, Cottbus und Leipzig ein.


Gebündelte Informationen über Unterstützungsangebote und -strukturen in den einzelnen ostdeutschen Bundesländern hat DaMOst auf seiner Internetseite zusammengefasst >>> www.damost.de > Ukraine-Hilfe

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