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Neuigkeiten

23.08.2021

Migrantische und jüdische Perspektiven auf den Mauerfall

Erinnern stören_Buchcover

Buchempfehlung: "ERINNERN STÖREN – Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive", herausgegeben von Lydia Lierke & Massimo Perinelli


Gemeinsam stellen die Artikel im Sammelband ‚Erinnern stören‘ die Dominanz der kulturellen Erzählung von Mauerfall und Wiedervereinigung als „nationalen Mythos“ (S. 134) in Frage: Dieses harmonisierende Narrativ beruhe darauf, dass ‚andere‘, etwa migrantische und jüdische Erfahrungen dieser Zeit, aus der Erzählung ausgeschlossen werden.

Das Buch bildet damit einen wichtigen Ausgangspunkt für die Überlegungen in unserem MigOst-Projekt. Die Beiträge befassen sich aus unterschiedlichen, marginalisierten Perspektiven mit der Wende- und Nachwendezeit und den rassistischen Kontinuitäten in BRD und DDR. Genauso verdeutlichen die Beiträge aber auch die Kontinuität von Gegenwehr und antirassistischen Kämpfen der vergangenen Jahrzehnte. Als Plädoyer für eine multidirektionale Erinnerungskultur versammelt der Band „Stimmen, (…) die zum Schweigen gebracht werden sollten und sich dennoch unwiderruflich als postmigrantische Gesellschaft in die Geschichte eingeschrieben haben“ (S. 14).

Teil des Sammelbands ist auch der Artikel ‚Fremd im Bruderland‘ des MigOst-Beiratsmitglieds Patrice Poutrus. Ein ausführliches Gespräch mit den Herausgeber*innen gibt es außerdem zum Nachhören und -schauen bei der taz.


Aktuelle Termine, News aus der Forschung und Infos zu Kulturveranstaltungen rund um das Thema ostdeutsche Migrationsgesellschaft gibts im monatlichen Newsletter unseres Projekts MigOst.



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