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DaMOst

Für mehr Sichtbarkeit der ostdeutschen Migrationsgesellschaft

 

MigOst endet im Februar 2024; vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!


Abschlussveranstaltung

Am Montag, dem 5. Februar 2024, fand in Dresden unsere Abschlussveranstaltung statt - Z´zusammen mit der TU Dresden, dem Montagscafé des Staatsschauspiels Dresden und rund 100 Gästen. Danke an alle, die dabei waren!


Kulturproduktionen mitgestalten in Halle, Cottbus und Dresden

Halle

In Halle hat MigOst mit dem örtlichen Stadtmuseum zusammengearbeitet mit dem Ziel, die Erfahrungen von Hallenser*innen mit Migrationsgeschichte und People of Color in der am 2. Juli eröffneten Jahresausstellung "Streit, Zoff & Beef" sichtbarer zu machen.

Wo in der Saalestadt bin ich gerne? Wo erlebe ich Gemeinschaft und Zusammenhalt? Wo gehe ich nicht gerne hin, wo gibt es Probleme für mich als nicht-weiße oder nicht-deutsche Person?

Auf einem wandgroßen Stadtplan sind diese Orte markiert und daneben Erläuterungen gesammmelt worden. Dafür fanden drei Treffen statt für Hallenser*innen mit Migrationsgeschichte und BPoC. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Juni 2024 zu sehen.

Cottbus

In Cottbus haben wir mit dem Stadtmuseum zusammen gearbeitet und die mögliche Weiter- bzw. Neuentwicklung einer Ausstellung diskutiert, die auch die Perspektiven von Cottbuser*innen mit Migrationserfahrung und BPoC im Stadtmuseum abbilden soll.

Im Moment arbeiten wir an der Umsetzung der Ideen. Die TU Dresden hat zugesagt, über die Maßnahme "TU im Dialog" Gelder für die Überarbeitung und Neugestaltung der Dauerausstellung zur Verfügung zu stellen. Die überarbeitete Ausstellung soll im September 2024 eröffnet werden.

Dresden

In Dresden haben wir mit dem Staatsschauspiel Dresden zusammen gearbeitet. Über sechs Monate lang hat sich eine Gruppe von Drsdner*innen mit Migrationserfahrung bzw. BPoC alle zwei Wochen getroffen und auf Grundlage eigener biografischer Erfahrungen ein Theaterstück entwickelt.

Das Stück wurde am 6. und 7. Juli in Dresden öffentlich aufgeführt und war annähernd ausverkauft; es kann hier online angeschaut werden >>>


Rückblick: So liefen unsere Erzählcafés

Im MigOst-Projekt wurden 18 Erzählcafés mit People of Color und Menschen mit Migrationsgeschichte veranstaltet.
Die Erzählcafés waren Gelegenheiten für die (gemeinsame) Auseinandersetzung mit der (eigenen) Migrationsgeschichte. Die Bedürfnisse der Beteiligten standen dabei im Fokus: ob ganztägig oder lieber an mehreren Tagen, ob tagsüber oder eher abends, ob moderiert oder unmoderiert, mit Kinderbetreuung, Dolmetschen oder Kennenlernspielen. Über diese Fragen entschieden Vorbereitungsgruppen der beteiligten migrantischen Organisationen, nicht das MigOst-Projektteam.

Daraus ergab sich sowohl eine große Themenbandbreite als auch eine große Vielfalt an teilnehmenden Gruppen: Erzählcafés mit Älteren ebenso wie mit Jugendlichen; mit Eltern ebenso wie mit Kinderlosen; mit Frauen sowie mit Männern; mit Muslimen, Christen und Atheist*innen; mit Menschen, die in Deutschland geboren sind, die seit 30 Jahre in Deutschland leben oder seit drei Jahren.
Unter anderem gab es Erzählcafés mit ehemaligen Vertragsarbeitern aus Kuba, Mosambik und Vietnam in Dresden, mit arabischen und als arabisch wahrgenommenen Frauen in Cottbus und mit Russlanddeutschen in Halle.


In Absprache mit den Teilnehmenden hat MigOst in den Erzählcafés Material für die weitere Projektarbeit und die wissenschaftliche Forschung gesammelt. Je nach Thema und Ablauf sind so Zeichnungen, Listen, Karten oder Fotos sowie die Gedächtnisprotokolle der MigOst-Mitarbeitenden zusammen gekommen, die zukünftig im Lebensgeschichtlichen Archiv des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde archiviert werden.